Am sich nähernden Ende der Saison wird es richtig laut und richtig schnell

Vorher müssten wir einen Sprung in die 70er machen. Am 11. Oktober 1970 fand in Zeltweg ein 1000 km Rennen statt. Der damalige Ö-Ring wurde zu einer fixen Station für die Internationale Marken Weltmeisterschaft. Der Name Zeltweg fiel im gleichen Satz wie, 24 Stunden von Daytona, 12 Stunden Sebring, 1000km Monza, 1000km Brands Hatch, 24 Stunden Nürnburgrung, Le Mans und Watkins Glen. Damals war doch alles leichter, Rennfahrer waren Helden, Porsche ein seltener Anblick und Namen wie Niki Lauda als Rennfahrer ein Begriff.

Doch im Laufe der Zeit wurde es immer leiser um Zeltweg und den Ö-Ring

Die Königsklasse Formel1 zog von dannen, ein kurzes Aufflackern gab es noch mal unter den Namen A1 Ring und dann war Schluss mit lustig. Doch einem war das nicht egal, Dietrich Mateschitz. 2008 ließ er den vergessenen A1 Ring wieder aufbauen und so entstand der RedBullRing. Was war und bin ich froh dass es diesen Ring wieder gibt, einzigartig, mitten im Grünen ist die Ansteckungsgefahr am Motorsport sehr groß.
Mittlerweile spielt sich dort oben so einiges an Veranstaltungen ab und eine der schönsten ist immer noch das Ventilspiel.

Alles scheint sich dort zu treffen

Rennteams, Privatfahrer, Hobbyfahrer und auch diejenigen, welche einen Oldie daheim stehen haben und diesen mal am Ring bewegen wollen. Nach über 40 Jahren treffen dort Welten aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Das ist es was das Flair an diesem Rennen ausmacht und natürlich auch die total publikumsnahe Atmosphäre. Der Besucher kann ohne Probleme einen Lotus Elan aus nächster Nähe betrachten oder mal in eine Porsche 910 rein schauen. Diese Perlen sind alle frei zugänglich und die Fahrer und Teamkollegen absolut guter Laune, da scheint immer Zeit für ein Plauscherl zu sein. Natürlich war auch Günter Ledl mit seinem AS 160 anwesend, auf diesen zu treffen hab ich mich schon besonders gefreut.

Eine Ikone des Österreichischen Automobilbaus

Günter Ledl hat seinen AS 160 nach 30 Jahren wieder zum Renneinsatz gebracht und wurde in der Classic Trophy 2013 Zweiter. Respekt, dass muss man mal nachmachen. Über Günter Ledl und seine Geschichte in Österreich könnte man Bücher schreiben,  ich glaube….. da muss ich noch mal etwas Material sortieren und Bloggen. Die ganze Veranstaltung ist mehr als gelungen. Kein Eintritt, keine hochgezogenen Preise in der Gastronomie kein Rumgeschnösel. Da ist für jeden was dabei,
historischer Rennwagen, MuscleCars die dich schneller zum Gehörsturz bringen als du ( verdamm ist das laut ) sagen kannst, Liebhaber Italienischer Designkunst, Britisches Edelblech und Deutsche Ingenieurstechnik. Selbst Damen, welche doch mehr oder weniger mitgeschliffen wurden, haben nach dem Start des Porsche 910 die Finger in die Ohren gesteckt und nach dem verschreckten, kam ein lächelndes Gesicht zum Vorschein. Auch wenn die Nase hinterm 910er sagte… nein nein nein.. ich brauch Luft, aber mal ehrlich… wir können tauchen und dabei die Luft anhalten, dann geht das doch mit links.
Einmal im Jahr, sollte man sich Zeit nehmen.
Einmal in Jahr sollte man dort rauf schauen, nach Zeltweg zum RedBullRing.
Einmal im Jahr darf Mann mit offenem Mund durch die Gegend laufen.
Einmal im Jahr fühlt man sich in diese Zeit zurückgereist.
Das sind die Eindrücke welche nach so einem traumhaften Tag hängen bleiben.
Euer Duke.

Written by Du Ke

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