Die späten 80er Jahre, ich weiß ja nicht wie ihr das seht, aber mal ehrlich, ein Mazda RX7FC, Toyota Supra MK3, Nissan 300 ZX, Porsche 944 oder eben dieser Pontiac, sehen sich doch von der Seite alle ziemlich ähnlich.
Klar, das war auch das Design der 80er Jahre und doch sind alle so ziemlich zur selben Zeit auf den Markt gekommen.
Ich find das wirklich cool, wer da jetzt zuerst war, ist mir relativ egal, bei den damaligen Entwicklungszeiten war eine Designkopie kaum machbar und doch trafen sie alle die goldene Mitte damaligen Coupe´s, GT´s bzw. Sportler.
Alle waren 2+2 Sitzer, alle hatten Frontmotoren und Heckantrieb, die meisten waren Targa oder hatten zumindest ein Schiebedach, das damals noch groß genug war um Sonnenstrahlen einzufangen.
Bei den Motoren allerdings, ging jeder seinen eigenen Weg, vom Wankel angefangen, über 4Zylinder, 6Zylinder, mit oder ohne Zwangsbeatmung bis hin zum dicken V8 war alles zu bekommen.
Ein gutes Beispiel für ordentlich Hubraum in dieser Klasse ist wohl dieser TransAm.
Der GTA wurde kurz vor Ende der dritten Generation 1992 auf den Markt gebracht.
Dieser Pontiac war anders, anders als sein kleiner Bruder, TransAm und ganz anders als das kleinste Familienmitglied, der Firebird.
Im GTA schlug ein 5.7 Liter Herz das ursprünglich in der Corvette seine Heimat fand, der L98 wurde 1987 in den TransAm gepflanzt und dann wurde noch etwas am Fahrwerk und der Bremsen geschraubt und schon war der GTA geboren.
Im GTA finden sich 4 zum Unterschied der kleineren Modelle Scheibenbremsen und ab Werk stand der gute schon auf 16 Zoll Felgen mit 245er Breitreifen.
Gute 450 Nm mussten die Dinger verarbeiten um Grip aufzubauen, geschalten wurde automatisch und somit sollten sich hohe 6er Werte auf Tempo 100 ausgehen.
Das hat natürlich auch seinen Preis, 16 Liter und mehr, klar, wo Leistung rauskommt muss auch was rein kommen, und bei 8 so feinen Kolben, bedarf es da schon etwas mehr als nur den Durchschnitt um die knappen 1.6 Tonnen wirklich flott zu bewegen.
Dafür gibt’s aber auch ordentlich was für die Ohren, wirklich guten Komfort und Fahrspaß ende nie.
Ok die Achskonstruktion lässt in unserer Alpenheimat etwas zu wünschen übrig, aber wenn schon nicht der schnellste, dann zumindest quer und das ist nun wirklich kein Problem.
Der TransAm GTA ist das was er ist, ein braver Amerikaner der an jeder Ampel zum Sprint aufgelegt ist, wer da bei Rotlicht auf Ärger aus ist, darf sich bei Grün nicht wundern wenn das Schwermetall laut und schnell abzieht.
Die Ausstattung lässt kaum zu wünschen über, von Klimaautomatik, Zentrale, Fensterheber, Tempomat, elektrische Sitze, Soundsystem bis zum verstellbaren Lenkrad in Höhe und Tiefe ist alles vorhanden.
Wie es scheint, ist auch das Angebot an Tuningteilen reichlich.
Servicefreundlich scheint der Gute auch zu sein, da gibt es kaum technische Experimente, ein V8, eine Nockenwelle unten, eine Automatik, alles bewährt und die Ersatzteilpreise sind wirklich günstig im vergleich zu seinen Kollegen aus Europa und Japan.
Die Preise für einen schönen GTA sind mittlerweile gestiegen und man sollte schon beinahe mit guten 15 Tausend rechnen.
Vor einigen Jahren wurden die noch für ca. 10 Tausend angeboten und ich habe mir keinen gekauft.
Irgendwie schade, so als Spaßgerät wär das schon was.
Nicht zu vergessen ist das Alter des GTA, der Gute wird in 3 Jahren 30!
Kaum zu glauben bei dieser Optik, aber da wird wohl eine neue Generation der Klassiker auf dem Markt kommen.
Das ist aber eine andere Geschichte.
Euer DuKe

Written by Du Ke

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