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Wenn es in den Staaten am Nascarhimmel trüb wird, entstehen manchmal fragwürdige Erscheinungen.
1969 war Ford mit dem Torini Talladega nicht zu bremsen und gab der Konkurrenz ganz schön zu denken.
Plymouth entwickelte den Superbird und um gleich noch eines drauf zu geben, holten die Jungs Richard Petty zurück ins Boot.
Der Superbird basiert auf dem Road Runner und wurde kräftigst überarbeitet, optisch mit tief gezogener Front, kleinen Hutzen auf den Kotflügeln oder *Schaufeln* wie es die Amis nennen, einem mächtigen Heckflügel und dann noch die Erhebung entlang der Motorhaube, die der Nase des Road Runner aus den Zeichentrickfilmen ähneln soll.
Lange wurde ein Geheimnis um die Berechnung des Flügels gehütet, von ganz geheimen Rechenformeln war die Rede, die nur Plymouth Ingenieure wussten.
Ja genau so einer gab dann bei einer Pressekonferenz zu, das die Höhe sich ergab, da man sonst den Kofferraumdeckel nicht öffnen konnte.
So ähnlich verhielt es sich mit den Schaufeln an den Kotflügel, sie sollten den Reifen platz machen, da die Nascars weniger Bodenfreiheit besaßen.
Fast richtig, die Reifen waren breiter als die Schaufeln, aber die Öffnungen in die Kotflügel brachten die Luft darin zum Ausströmen was dem Wagen weniger Auftrieb verschaffte.
Wer jetzt glaubt, dass es den Superbird nur auf der Strecke gibt, irrt sich.
Der Bursche machte in der Nascar eine wirklich gute Figur und fuhr gleich  mal 8 Siege nach Hause und dementsprechend gut wurde das Auto auch verkauft.
Die Straßenversion hatte Klapscheinwerfer und eben die Typischen Aufkleber des Road Runner mit Helm in der Hand am Heck und auch am Scheinwerferdeckel vorne, große Schriftzüge erinnern an die damaligen Rennerfolge, selbst am Lenkrad war noch ein Road Runner Kopf mit *Beep Beep* zu finden.
Die Ära dieses einzigartigen Wagens dauerte genau 1 Jahr.
Die Versicherungen stiegen eklatant in die Höhe und das Ende der Muscle Cars war langsam aber sicher bestimmt.
Die Nascar änderte das Reglement und so war dies auch im Motorsport das Aus für den Bird.
Trotzdem wurden in einem Jahr 1935 Fahrzeuge auf die Straße gebracht und angeblich soll es noch an die 1000 Stück geben.
Beim gezeigten soll es sich um ein Einzelstück in Österreich handeln, die Farbe ist die selbe wie Petty sie am Rennwagen fuhr und im Heckspoiler gibt es auch noch eine Signatur von ihm.
Auf der Straße kam ein 440er 7.2Liter V8 zum Einsatz der so an die 420 Pferde an die Hinterräder lieferte und auch ein 426er Hemi 7.0Liter V8 mit 425Ps und 640Nm war zu bekommen, der Hemi allerdings ging nur 135 mal über den Verhandlungstisch.
Wie sich diese Leistung mit dem Straßenfahrwerk wohl bewegen lies?
Es muss ein echtes Abenteuer sein, mit so eine Fahrzeug zu Cruisen, ein Stück Rennhistorie auf der Straße zu bewegen ist alles andere als normal, die Erscheinung des Superbird muss wohl in unseren Breiten für Auffahrunfälle sorgen.
Kinder bekommen ein Grinsen und man hört nur: Den kenn ich aus Cars!
Frauen schüttelten den Kopf und gaben dem Manne an ihrer Seite gleich zu verstehen dass dieser nie an so etwas zu denken braucht.
Männer sind dem Sabbern nahe, ich selbst war einer von Ihnen.
Und das sah man in nur 5 Minuten am Gelände der Mopar Garage.
Fakt ist aber auch, das viel Mythos um das Auto herrscht und eigentlich die Story mit dem Flügel und der Luftöffnungen vorne, einfach eine gute Story über Jahrzehnte waren.
Die Jungs hatten damit einen großen Wurf gemacht der glücklicherweise funktionierte.
Heute weis man auch, dass die Aerodynamischen umbauten ab einem Tempo von 60 Meilen, keinen unterschied brachten.
Irgendwie ist er dann doch wieder typisch amerikanisch.
Ein Eyecatcher seines gleichen und wenn er zum Leben erweckt wird, ist man einfach in seinem Bann gezogen und gefangen.
Schön zu sehen das man sich dir Frage nach dem Sinn nicht stellen braucht.
Euer: Duke

Written by Du Ke

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