Freitag der 14. Juni 2013.

Vor ziemlich genau einem Jahr besuchte ich das erste Mal die Driftchallenge in Lebring, eine tolle Sache mit tollen Fahrern und einer Menge Klappscheinwerfer.
An diesem Tag lernte ich Valentin kennen,Valentin und sein Nissan 200SX waren vor einem Jahr bei weitem nicht so glücklich wie heute.Sein Nissan stand am Hänger und als ich ein Foto machen wollte drang eine Stimme zu mir durch,ok die Stimme kam neben dem Nissan und sie sprach: Heast, von am toten Hund macht ma ka Foto.
Ok… damals war die Kupplung etwas verheizt und der Valentin nicht gerade in bester Laune. Dennoch hielten wir über Facebook Kontakt und so geschah es, das ich ihn heute in Lebring das zweite Mal traf.
Heute, war Valentin in bester Laune. Der Nissan in Kampfbeklebung und das Auto lief anscheinend problemlos. Das einzige was man im Fahrerlager immer wieder zu hören bekam……. das ist aber kein Kurs für Turbo Motoren. Um es zensiert und jugendschutzfrei zu schreiben 😉 Nach einem Kaffee und gemütlichen Benzingesprächen mit Valentin kam es wie es kommen musste. Ich durfte am Beifahrersitz des 200 SX Platz nehmen und einen Trainingslauf mit den Beiden miterleben.
Ein 200SX ist im Grunde ein wirklich schönes und auch gutes japanisches Auto, welches durchaus zu begeistern weiß. Dieser 200SX erzählt dir in der Boxengasse beim rausrollen eine ganz andere Geschichte. Kein Ton von Serie, Straßentauglichkeit, Komfort oder was sonst noch alles ab Werk geboten wird. Die Sperre im Differential macht dir beim Ausparken schon klar, dass man damit nicht um Kurven fahren sollte oder besser, das Differential es nicht möchte. Jegliche Art von Lärmschutz wird man in dem Teil nicht finden, auch das Einsteigen wird durch den Überrollkäfig nicht gerade erleichtert und wenn du dann glaubst, wenn es im Auto warm wird, weil man schon 10 min. in der Sonne steht, kommt eine Lüftung zum Einsatz, tja dann irrst du dich. Die Schalensitze halten dich schön brav fest, so wie es sich gehört, Die Cam in meinen Händen und der Streckenposten winkt Valentin auf die Piste, mein Gedanke: bitte lass mich einfach die Cam ruhig halten.

Der Gedanke wurde nach 3 Sekunden fallen gelassen.

Valentin bringt den SX quer auf die Piste, die erste Kurve, Valentin wirkt ruhig und gelassen,
der Nissan nicht. Schön schräg geht es durch eine Kurve nach der anderen.
Der Turbomotor schreit und der Lader pfeift, was von außen ruhig und tanzend aussieht ist im Inneren des Nissan harte Arbeit, nach einer Runde hatte es im Nissan gefühlte 80 Grad und auch dem Motor wurde es warm. Dann kam nun doch die Lüftung zum Einsatz und bläst schön warme Luft in den Innenraum, die Temperatur des Motors sinkt leicht und wir schwitzen wie die Affen. Das man bei 4 Runden in Lebring in einem Dirftauto 3000 Kalorien verbrennen kann, durch sitzen, das wusste ich nicht!

Der Spaß an der Sache ist Enorm

ich glaube nach der ersten Runde und dem ein oder anderen Dreher, will man nicht mehr aus dem SX aussteigen und man beginnt nach Ende des Trainings den Fahrer mit Fragen zu nerven wie: Was muss man denn so rechnen an Kosten pro Saison? Mal unter uns und speziell an die Jungen unter uns, wer für 2 Kinder Alimente zahlen muss, müsste oder so ähnlich, sollte sich im Klaren sein, dass Mann für die Summe locker zum Drifter werden kann. Natürlich möchte ich das Vergnügen Vater zu sein, damit nicht in den Hintergrund stellen. Es ist ja nur ein Vergleich 😉
Ein riesen Dankeschön an die Lords of Drift!
Es war ein super Tag mit wirklich tollen Eindrücken. So schön kann die Unvernunft sein wenn man ein Auto zweckentfremden will.

Written by Du Ke

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