Der große Bär. 

In diesem Sternbild findet sich auch der Name Merak und so soll der kleine V6 unter den Maserati benannt werden. Der Merak war der kleiner Bruder des Bora, nicht unähnlich waren sich die beiden, das Design von Giorgio Giugiaro war zeittypisch und ist es heute noch.
Maserati Merak SS
Im Vergleich zum Bora wurde das Heck nicht mehr unter Glas gestellt, die Motorhaube verlief flach, nur 2 Stege verbinden die Dachkante mit dem Heck des Fahrzeuges. Im Innenraum wurde ein wenig gespart, nicht ganz so luxuriös wie im großen Bruder aber immer noch sehr sportlich präsentiert sich der Merak seinem Fahrer. Eine Fülle an Informationen werden in Form von Rundinstrumenten wiedergegeben, üppig große Kippschalter erwecken den Eindruck von Unzerstörbarkeit, die gesamte Anordnung und Gestaltung des Armaturenbrett mit dem Radio links neben dem Lenkrad und der vertikal angeordneten Regelung der Heizung an der Stelle wo man normal das Radio vermutet versprüht einen typisch italienischen Flair. Der Schalthebel findet sich unweit des Lenkrades wieder und der Mitteltunnel trennt den Fahrer deutlich vom Fahrgast. Im Hause Maserati wusste man wie Sportwagen auszusehen haben.
maserati merak cockpit

Der Merak SS.

Als einer der letzten Vertreter der scharfen Keilform hat er mittlerweile ordentlich an Anerkennung gewonnen, selbst der oft belächelte 3.0 liter V6 ist nicht zu unterschätzen, so liefert der SS immerhin ca. 220 PS an das 5 gang Getriebe, der Mittelmotor versteht es auch schnell zu überzeugen, nach wenigen Minuten hinter dem Lenkrad fühlt man sich wohl, der leichtere Motor hilft dem Merak deutlich zur Agilität. Obwohl dem Merak über 100 PS auf den Bora fehlen, so trennen die beiden gerade mal 20 km/h in der Endgeschwindigkeit, diese wird bei 245 mk/h erreicht. Ob man dieses Tempo heute fahren will weiß ich nicht, durch die Sitzposition im Merak bekommt man schon bei Tempo 150 Respekt vor Geschwindigkeit. Diese Fahrzeuge sind ein Traum, sie verdeutlichen dir was es heißt mit 150 Sachen über den Boden zu fliegen, der Motor brüllt dir im Nacken und man fühlt sich lebendig. Wird es mal heiß am Arbeitsplatz hinter dem Lenkrad, sucht man nicht die Klimaautomatik, man macht das Fenster auf und der Spaß geht weiter. Gut man mag des öfteren verschwitzt aus der 1,14 Meter Flunder kriechen, dieser  Schweiß ist verdient und ehrlich, so schön kann Autofahren sein. Preislich dürfte sich der Merak nach oben entwickeln, sah man vor wenigen Jahren Modelle um die 30 Tausend Euro, so wird man diese heute bereits nicht mehr finden. Ein SS kostet bereits das doppelte.
Maserati Merak SS heckDas Schöne ist, verstecken muss man den Italiener nicht, so verschwindet er bereits hinter einem ganz normalen Gartenzaun 😉

Euer: Duke

Written by Du Ke

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