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Die 60ziger Jahre und ihre GT´S
Das muss wohl eine der herrlichsten Zeiten im Automobilbau gewesen sein, kaum abwechslungsreicher war das Angebot an solchen Fahrzeugen wie zu dieser Zeit.
Mit dem nötigen Kleingeld stand man vor der Qual der Wahl, wer es gern auffällig hatte, schnappte sich eine Lamborghini Miura mit einem zornigen Motor hinter dem Fahrer und einer dramatischen Aerodynamik, bei Ferrari setzte man sich in einen wunderschönen 275GTB, wo die italienischen Pferde vor dem Piloten auf das lockern der Zügel warteten, oder man nahm es optisch etwas ruhiger und eleganter aus englischem Hause in kauf und schnappte sich einen tollen Jaguar E-Type oder einen wunderschönen Aston Martin DB6.
Stopp, da war doch noch was, zu dieser Zeit war ja noch wer ganz vorne mit dabei.
Maserati und die Jungs wussten auch wie man Autos baut und was man aus einer vollen Geldtasche zu holen ist.
Der Ghibli wurde 1966 auf die Klientel der GT Fahrer los gelassen und naja, er war nicht nur äußerst hübsch, er war auch richtig schön gefertigt und technisch absolut konkurrenzfähig.
Das Design stammte von Giorgio Giugiaro ein Designer der später auch für seine Arbeiten bei Ghia bekannt wurde.
In den Hallen und Büros von Maserati soll man heute noch immer der Ansicht sein, das der Ghibli einer der schönsten aus der italienischen Edelschmiede ist, war und bleibt.
Maserati vertraute auf ein gelungenes Rezept aus vergangenen Renntagen und einer mittlerweile serienreifen Maschine aus dem Quattroporte und transplantierte dessen Herz in den Ghibli und schon brabbelte ein 4,7 und später ein 4,9 Liter großer V8 in dem netten Coupe.
Leichtgewicht war der Ghibli ja gerade keines und bei etwas mehr als 1600 Kg muss es dann ja nicht unbedingt an Leistung fehlen und so lieferten gute 330 Pferde ihren Wunsch nach Vortrieb an die Hinterachse und dessen Verbindung zum Boden, der sich dann auf Wunsch schwarz färbte und der Ghibli in einer sanften nicht ganz billigen blauen Wolke verschwand.
Man gibt bei Maserati Werte an, die damals alles andere als schlecht waren, man munkelt von ca. 6.4 sec. auf Tempo 100 und bei 270 Sachen soll der Spaß ein Ende finden.
Tja, also doch eher sehr schnell als nur hübsch, aus heutiger Sicht möchte ich lieber nicht so schnell mit so eine Auto fahren, aber damals muss es wirklich der Hammer gewesen sein, wenn man so etwas bewegen oder gar besitzen durfte, umgeben von feinstem Leder mit Blick auf die wunderschön gebaute Armaturen und die hinter der Scheibe fremd wirkende Außenwelt die nur den Sound aus 8 Zylinder durchdringen lässt….. ja da kann man schon ins Träumen kommen.
Paul Belmondo, Henry Ford II und Sammy Davis Junior waren wohl ein paar der glücklichen die so einen Ghibli ihr Eigen nennen durften.
Die Chance einen zu bekommen ist gar nicht schlecht, schließlich wurden 1274 Stück gebaut, die Wahrscheinlichkeit ein Schnäppchen zu ergattern, eher schlecht.
Der Ghibli, ein Stück italienischer Automobilkunst

Written by Du Ke

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