Dachte ich mir.

Denke ich auch noch des Öfteren, allerdings trifft das in diesem Fall nicht zu. Das Thema Targa ist nicht neu, es wurde einfach nur etwas vergessen, oder irre ich mich in dem Gedankengang. Grundsätzlich fallen zu diesem Thema häufig die selben Namen. Porsche 911 Targa mag den meisten schnell über die Lippen kommen, dicht gefolgt vom 914er, aber eigentlich ist es der 911er. Dabei gibt es eine Menge dieser Fahrzeuge mit der mehr oder weniger Zwischenlösung zum Cabrio. Der nächste Begriff im Satz wäre dann „Umständlich“ dich gefolgt von „nicht Fisch und nicht Fleisch“. Auch wieder richtig, denn ein Cabrio wird ein Targa nie sein, praktisch wohl auch nicht. Doch es gibt noch Hoffnung!


Mazda MX-5 RF

Der MX-5 NA ist durchaus bekannt und beliebt, der Roadster unter den Roadstern und ein Trendsetter zugleich. Die Jungs hatten sich da ein sehr gutes Stück aus der Lotus Geschichte abgeschaut und damit äußerst erfolgreich einen Lifestyle geschaffen, der sich bis heute sehen lassen kann. Genau da setzt Mazda an und schießt eine Targa Version Namens „RF“ auf sein Klientel ab. Gut die Klappscheinwerfer vermisse ich schmerzhaft, das ist aber auch schon alles. Den Altersunterschied von 30 Jahren muss man schon fast erwähnen, optisch sind das irgendwie keine 30 Jahre, oder haben wir den Sprung von Chrom auf Plastik so manifestiert dass wir es einfach nicht wahr haben wollen? Der gemeinsame Nenner heißt aber heute wie „Targa“ und nicht Chrom oder Plastik. Die Supra hat mir mit der Dachlösung schöne Stunden beschert und viel Freude bereitet. Bis man allerdings das „Cabriofeeling“ erlangt, muss einiges getan werden. Der mitgelieferte Imbussteckschlüssel muss mal auf eine kleine Ratsche gesteckt werden, danach müssen 4 Schrauben an dem Tragadach gelöst werden (in der richtigen Reihenfolge) und dann darf man das schwere Ding im Kofferraum verstauen.


Gut damit wäre es dann gewesen mit dem Urlaub fahren, oder den 2 großen Badetaschen, denn alles was nicht am Rücksitz platz findet, muss zurück gelassen werden. Ok unter dem Dach wäre noch etwas Platz….. für ca. 32 Dosen RedBull oder Strafzettel aus der Blauen Zone, auch ein Regenschirm hätte theoretisch noch platz. Die Hoffnung dass es doch zu regnen beginnt, sollte man möglichst verdrängen, denn wer keinen Platz zum unterstellen findet, sollte am besten offen weiter fahren bis man einen geeigneten Unterstand findet. Unkonventionell, aber es garantiert den Insassen mehr trockene Kleidung am Körper als man vermuten lässt. Denn wenn jemand glaubt, dieses Dach wäre in 3 Minuten wieder montiert und dicht zugleich, sollte Kleidung zum wechseln immer mit führen…. am Rücksitz.


Der

kleine RF macht das deutlich schneller und besser, als Draufgabe gibt es auch noch einen Kofferraum den man immer voll nutzen kann. 130 Liter Volumen schreibt Mazda in seine Broschüre, das sind gefühlt 120 mehr als im Toyota bei offener Fahrt. Bei geschlossener Fahrt verspricht Toyota 288 Liter Volumen, bei umgelegten Sitzen unglaubliche 499 Liter. Nun ja, theoretisch glaube ich das ja auch, praktisch ist es mir schleierhaft was man damit transportiert und vor allem wie, bei der flachen Heckscheibe. Der RF punktet natürlich noch in der Handhabung mit dem Dach, man muss nicht stehen bleiben und um das Auto laufen um sein Dach zu verstauen, im Rollen bis zu 10 km/h genügt ein Druck mit welchem Finger auch immer auf das Knöpfchen im Innenraum und 13 Sekunden später ist man oben ohne. Der Fortschritt der Entwicklung ist deutlich spürbar.


Doch

eigentlich. Nein stopp, so beginnen immer die dümmsten Sätze mit den größten Lügen. Der MX-5RF ist absolut gelungen, sehr modern, trifft meiner Meinung nach voll ins Schwarze. Mazda versteht es auch dem Fahrer die Herrschaft über das Fahrzeug zu lassen, alle Assistenten können deaktiviert werden, bei eingeschalteten ESP lässt einen der Japse immer noch mit Spaß am Heck um den Kreisverkehr fahren ohne gleich Einspruch geltend zu machen. Über die Lenkung kann man nur schwärmen und ich kann jedem der so etwas einmal im Gedanken hatte oder hat nur eine Empfehlung geben. Probefahren!


Unterschiedlich

und doch näher verwandt als man glaubt, denn beide Fahrzeuge besitzen ein unverzichtbares Gen in sich. Man fährt Auto und wird nicht vom Auto gefahren, so erwischten wir uns heute immer wieder mit einem riesen Lächeln im Gesicht nachdem wir einen Kreisverkehr verlassen hatten, oder zügigst wie selten an Wochentagen um eine Kurve fuhren. Noch eine Gemeinsamkeit besitzen beide, als wir aus den Autos ausstiegen….. lächelten wir nur und meinten: als wir 25 Jahre waren, ging das noch nicht so schwer mit dem Aussteigen, aber es ist egal, denn rein kommen wir noch!


Fragen

über Fragen durchschneiden meine Gedanken und das alles zugleich, das endet sicher im Chaos. Da schreibe ich als Klappscheinwerfer und Neuwagenverweigerer über einen Mazda MX-5RF, dabei hat der nix am Hut mit meiner Lebenseinstellung, dennoch bin ich begeistert das es Hersteller gibt die herrlich unvernünftige Fahrzeuge bauen die man noch dazu bezahlen kann. Das finde ich mal richtig gut. Noch besser finde ich dass man mit der alten Supra neben dem Mazda fährt und man sich einfach gemeinsam über das fehlende Dach freut und sich irgendwie „Jung“ fühlt, zumindest bis zum Aussteigen. Der Targa Flair bleibt im Neuwagen zu 100 % erhalten, bleibt nun zu hoffen dass dieser auch erkannt wird. Ich denke den Rest der Story wird Euch Michael auf seiner MX-5 Austria Seite präsentieren.

Fazit:

Targa fahren ist nun mal Targa fahren, damals war es umständlich, heute würde ich es als „Cool“ bezeichnen. Ich bleibe bei umständlich, denn ich liebe auch die Schwächen eines alten Fahrzeuges.

Euer: Duke

Written by Du Ke

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