Nicht nur Buben spielen mit großen Autos.
Das dachte ich mir, als ich Nicole das erste Mal mit ihrem T-Bird um die Ecke kommen sah.
Selten aber durchaus passend scheint diese Leidenschaft zu sein.
Nicole hat vor einigen Jahren ihren Traum wahr werden lassen und sich eine 78er Thunderbird gekauft.
Es soll Liebe auf den ersten Blick gewesen sein.
Kein Wunder, so ein T-Bird hat schon seine Ausstrahlung, ein Coupe in Dimensionen einer handelsüblichen S-Klasse sieht man auch nicht alle Tage.
Die Proportionen sind typisch amerikanisch, fette Chromstangen, riesen Motorhaube, Türen fast so lange wie ein Smart, ein Vinyldach mit einem riesen Schiebedach und einem kurzem Heck.
Unter der Haube verrichtet ein 5.8 Liter V8 brav seine Dienste, mit gemütlichen aber standfesten 150Ps und einer typisch amerikanischen Automatik ist er ein perfekter Cruiser.
Das Interior steht natürlich unter demselben Stern.
Ein Armaturenbrett, was auf den ersten Blick wie edles Holz wirkt mit sportlichen Rundinstrumenten eingefasst in hübsche Chromrahmen, sind dann doch aus Kunststoff, genauso wie das Leder nur teilweise wirklich Leder ist und das Kunstleder die Oberhand gewonnen hat.
Das alles macht den typischen Ami doch aus?
Im gesamten ist die Kombination aus Stoff, Kunstleder, Plastik, Metall und Leder absolut gelungen und auch in diesem Alter noch in wirklich sehr gutem Zustand.
Das Ding ist schon etwas massiver gebaut als man es in unseren Breiten gewohnt ist.
Der Komfort und die Ausstattung lassen kaum noch Wünsche offen, kein Wunder dass man nach wenigen Metern mit dem T-Bird gleich das Stresslevel zum sinken bringt.
Man ist nur am dahin rollen, das Radio macht man einfach aus um ganz leise das Blubbern der 8 Zylinders zu hören, stellt die Klimaautomatik auf die gewünschte Temperatur, den Tempomaten auf Reisegeschwindigkeit und sofort denkt man an John Wayne und will in den Sonnenuntergang reiten.
Das coole an Nicoles Baby ist, dass sie doch einen recht seltenen T-Bird besitzt, denn das Vinyldach hinter der B-Säule wurde nur beim Diamond Jubilee Edition 1978 und 1979 bei der Heritage Edition verbaut.
Von der 7ten Generation diese T-Bird wurden in 3 Jahren ca. 955.000 Stück gebaut.
Der Preis des Guten bewegte sich damals bei ca. 5.100 Dollar, das natürlich auch nur in den Staaten.
Basierend auf der Platte das LTD II bringt er kaum Probleme mit sich und ist, soweit man einen recht gut erhaltenen findet, bedenkenlos zu empfehlen.
Preislich scheint er im Moment so bei 10 tausend zu liegen, was einen guten gebrauchten betrifft,
ein top Gepflegter wird wohl noch etwas mehr kosten.
Wichtig bei solchen Modellen ist immer, auf die Vollständigkeit von Zierleisten und Emblems zu achten, diese Teile sind im Gegenteil zu sämtlichen technischen Ersatzteilen sehr vergriffen und werden manchmal in Gold aufgewogen:
Danke an Nicole für den absolut coolen Nachmittag mit Dir und deinem T-Bird.

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Written by Du Ke

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