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Grüße aus Bella Italia.

Die 70er Jahre und Italien, das war doch was!
Egal ob Maserati Ghibli, Indy oder Khamsin, Lancia mit dem Stratos, Lamborghini und sein Miura oder eben Ferrari mit dem Daytona. Die Italiener wussten worauf es in punkto Design ankommt. Wer in den 70er Jahren an Sportwagen dachte, kam kaum um einen der Italiener rum. Klar waren die Deutschen mit dem 911er gut vertreten, aber ohne da jetzt quer zu schießen, optisch würde ich keinen Vergleich wagen. Wenn man über den See geschaut, fällt da die Corvette schnell ins Auge, auffallend und stark ohne Zweifel, aber der Flair, der blieb den Italienern vorbehalten. Gut, der Preis auch.

Der 365GTS/4 war wohl einer der Sorte,

die nur von Menschen mit genügend Spielgeld und ein wenig Vitamin B gekauft werden konnten. Damals konnte nicht jeder zum Händler seines Vertrauens gehen und so eine Perle ordern. 125 Stück des Daytona Spider wurden aufgelegt und diese waren schnell vergriffen. Ein großer Unterschied zum Coupé sind die im Spider verbauten Klappscheinwerfer, diese wurden extra für den US Markt eingebaut, da es die Zulassungsbestimmung in den Staaten wieder einmal anders haben wollte als der Rest der Welt, was dem Daytona aber außerordentlich gut getan hat. Technisch spielte sich einiges im Italiener ab, als Herzstück kam die Basis des Lampredi V12, einem ehemaligen Rennmotor aus den 50ern zum Einsatz und lieferte aus 4,4 Litern Hubraum satte 320Ps an die Hinterräder und das Ding drehte so an die 7500 Umdrehungen in der Minute.

Die Mechaniker hatten allerdings auch ihre Freude daran,

3 Weber Doppelvergaser galt es zu Synchronisieren, nichts für Schrauber ohne Zeit und Nerven. Dafür bot einem das Fahrwerk allerhand, Dreiecksquerlenker rund um, Scheibenbremsen an allen 4 Rädern, 5 Gang Schaltgetriebe versteht sich, das Alukleid wurde über einen Gitterrohrrahmen gezogen und so stand die Diva mit 1200Kg Kampfgewicht auf der Piste. 235 Km/h soll der Spider auf die Strecke gebracht haben, ich will jetzt aber auch gar nicht wissen wie sich das aus heutiger Sicht anfühlt und hört. Damals war der Spider ein wirklich wunderschönes Fahrzeug der in Bild und Ton zu überzeugen wusste und dass noch immer weiß. Der Neupreis dieser Perle ist mir nicht eindeutig bekannt, deswegen lass ich mal die Falschangaben, allerdings werden die 365GTS/4 auf Auktionen zu unanständig hohen Preisen gehandelt. Ein Modell des Filmemachers Greg Garrison wurde in Monterey um gute 1,5 Millionen Euro verkauft, ok er hatte 79 Meilen am Tacho, das rechtfertigt natürlich alles.

Als Kind der 70er Jahre

ist der Daytona ein Dauerbegleiter meiner Kindheit und Jugend, da lief mir einfach immer das Wasser im Mund zusammen, da war Miami Vice im Fernsehen natürlich Pflichtprogramm, sonst sah man sowas ja nirgends und damals war mir auch noch nicht bewusst, als der schwarze Spider in der Serie gesprengt wurde, dass es ein Nachbau war. Eine Corvette C3 galt damals als Basis für den Aufbau eines McBurnie Daytona Spider Reblika. Als Lehrling vor einigen Jahren bekam ich mal einen zwischen die Finger und dann war lange keiner mehr zu sehen, erst 2013 in Padua auf der Auto e Moto d’Epoca war ein schöner Spider ausgestellt. Wer mal einen sieht, sollte sich die Zeit nehmen und dieses tolle Fahrzeug genauer anschauen, alleine das Cockpit ist schon einen Blick wert, genauso wie der Rest natürlich auch, da versteht man sehr schnell wie die Italiener zu begeistern wussten, in dem Fahrzeug steckt noch Leidenschaft die überzeugen kann, man muss kein Ferrari Fan sein um dieses Teil zu mögen.

Euer DuKe

Written by Du Ke

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