„Mangusta“

Ist das italienische Wort für „Mungo“ und das kommt nicht von irgendwo. De Tomaso beschäftigte sich in den 60er Jahren intensiv mit der Entwicklung eines Fahrzeuges für Caroll Shelby. Die Idee war ein Zentralrohrrahmen mit einem dicken V8 in der Mitte und einem ZF Getriebe, leider wurde aus dem Traum nichts. Dass De Tomaso zu dieser Zeit mit dem Design von Giorgetto Giugiaro liebäugelte ist kein Geheimnis. So entstanden auch wunderbare Karosserien für Sportwagen aus dem Hause Iso. 1+1=2 könnte man sagen und so setzte De Tomaso die Idee in die Tat um, eine Basis war bereits im italienischen Hause De Tomaso vorhanden. Ein Mittelmotor und Zentralrohrrahmen kam bereits im Vallelunga zum Einsatz, allerdings mit einem relativ kleinen Motor und das sollte sich ändern.
De Tomaso Mangusta

Ghia-Karosserie. 

Mit der richtigen Dosis an Zylindern und Hubraum wird dieser Wagen eine ernsthafte Konkurrenz für Caroll Shelbys Cobras. Daher auch die Namensgebung „Mangusta“, ein nettes Säugetier, welches Cobras killen kann. Der 4,7 Liter V8 hinter dem Fahrer sollte seinen Teil dazu beitragen, die Karosse war sehr ansprechend und mit der 2 teiligen Motorhaube am Heck ein absoluter Hingucker. Dank der Rahmenkonstruktion und der Aluminiumkarosserie wog der Sportler aus Bella Italia ca. 1385 kg. So hatten die bis zu 305 Ps starken Motoren ein ernst zu nehmendes Fahrzeug auf der Straße zu bewegen. 6 Sekunden auf Tempo 100 sind auch nicht ohne zu dieser Zeit und erst bei Tempo 242 km/h soll es vorbei sein mit dem Vortrieb und das alles 1966.
De Tomaso Mangusto Heck

Der Tankdeckel.

Ja das ist so eine Sache, wenn man um den Mangusta wandert und das gute Ding bewundert, fällt einem doch gleich mal der fehlende Tankdeckel auf. Der Tank ist eigentlich noch besser versteckt, dieser verbirgt sich hinter dem Beifahrersitz unter einer Stoffdecke. Hinter dem Fahrersitz ist an dieser Stelle eine Aussparung, die die Funktion des Kofferraum übernehmen soll. Zum Tanken jedoch, muss man die eine Hälfte der Motorhaube öffnen, also quasi die Hälfte vom Heck des Fahrzeuges frei legen in dem man es nach oben klappt. Irgendwie stellt sich mir die Frage wie man sich aus heutiger Sicht in diesem Monster sicher fühlen soll und kann? Rauchen verboten, wäre wohl ein netter Hinweis für alle Insassen des Mangusta 😉
Mangusto Motor

Bodennähe. 

Das Armaturenbrett des Mangusta bietet 8 Rundinstrumente und eine Vielzahl an Schaltern die nicht immer gut erreichbar sind (was absolut keine Rolle spielt), das Lenkrad ist wohl eines der Schönsten zu dieser Zeit, eine offene Schaltkulisse unterstreicht die Ernsthaftigkeit dieses Fahrzeuges, die Sitzposition allerdings auch. Einmal reingefallen in dieses Fahrzeug, merkt man schnell das der Fahrer dem Motor weichen musste und man recht weit vorne im Auto sitzt. Erdrückend niedrig wäre dann der zweite Eindruck und der dritte wäre wohl die Frage „ob ich auf der Straße mehr als Kühlergrill, Scheinwerfer und Heckstoßstangen von den anderen Verkehrsteilnehmern sehe?“.
De tomaso Mangusta Dashbord

Der Mangusta. 

Ein wirklich beeindruckendes Fahrzeug ist dieser De Tomaso, 401 Stück haben die Produktionsstätte verlassen und vorsichtige Schätzungen sagen das noch ca. die Hälfte existieren soll. Alejandro De Tomaso wusste auch 1971 einen würdigen Nachfolger auf die Kunden los zu lassen. Der Pantera setzte Zeichen und mit 7260 verkauften Fahrzeugen war er alles andere als erfolglos. Diesen Mangusta haben wir vor Jahren in Padua gesichtet und bestaunt. Ein wirklich tolles Fahrzeug seiner Zeit.

Euer: Duke

Written by Du Ke

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