Vertrauenssache.

Der Autoreifen, das wichtigste Bindeglied zwischen unserem Fahrzeug und der Strasse ist ein heiß debattiertes Thema. Die Auswahl ist riesig, die Mischungen unterschiedlicher denn je und das Angebot kaum überblickbar. Gerade bei unseren Fahrzeugen sind die meisten von uns sportlich orientiert und legen großen Wert auf guten Grip um so richtig Spaß haben zu können. Nicht selten verschlägt einen die Suche nach dem richtigen Gummi in ein fahrzeugspezifisches Forum um die ein oder andere persönliche Erfahrung zu lesen damit das Vertrauen in die Auswahl bestätigt wird. Dabei war es vom Vollgummireifen bis zum pneumatischen Reifen gar nicht mal so einfach. Nicht weil man etwa den pneumatischen Reifen nicht bauen konnte, eher weil man ihn nicht wollte.
Pantera
1895 montierten André und Eduard Michelin diese neumodischen pneumatischen Reifen welche sich aus dem Radsport entwickelten auf ihr selbst gebautes Fahrzeug und gewannen damit das Paris-Bordeaux Rennen. Dennoch dauerte es Jahre bis die Vollgummireifen verdrängt wurden, man muss sich mal vorstellen auf einem Reifen zu fahren der null Dämpfung besitzt und sich kaum schneller als 20 Km/h fahren oder lenken lässt. Das erinnert mich an meine Kindheit und diverse Versuche mit Seifenkisten schnell fahren zu wollen, wie das endet kann man sich vorstellen. Erst ab 1902 wurde der Luftreifen von den Fahrern akzeptiert und verwendet, ein wesentlicher Teil dieser Entwicklung war bestimmt der Vorteil der dämpfenden Wirkung eines Luftreifens, die geringere Temperatur, der Rollwiderstand, die Lenkbarkeit. Nachteilig war der hohe Preis, damals wurde aus Naturkautschuk produziert und mit Beginn des 1. Weltkrieges war man auf Grund des Rohstoffmangels gezwungen neue Wege zu gehen. Nicht gerade zu unserem Nachteil. 1920 machte die Entwicklung einen wesentlichen Sprung nach vorne, nach Erprobung neuer Fertigungsverfahren und Zusätzen (Schwefel, Zinkoxid, Kreide und Ruß) verminderte sich der Abrieb um das Zehnfache und der Reifen wurde deutlich heißer, nun war es an der Zeit Werte wie: Hitzebeständigkeit, Profilgestaltung und Hochgeschwindigkeitsprüfungen in die Entwicklung mit einfließen zu lassen. Natürlich kam es wie es kommen musste,  der erste Weltkrieg sorgte für Engpässe von schwarzen Gold und so erging es den Reifenproduzenten im zweiten Weltkrieg nicht anders. Diesmal versuchte man Kautschuck zu sparen in dem man mit Kunstseide und Nylon zum Einsatz brachte und die gummierten Kordlagen dünner walzte.
Corvette C3 reifen-2
Schlag auf Schlag,

ging es seit 1937 los, Michelin experimentierte mit Stahlkordgewebe in der Karkasse und mit einem Schlag verdoppelte sich die Lebensdauer eines damaligen Reifens und der Radialreifen wurde geboren. Aber auch dieser wurde nur zögernd angenommen, da sein Fahrverhalten völlig neu war und die Fahrzeuge plötzlich auf kleinste Lenkbewegungen reagierten was ein völlig neues Fahrverhalten mit sich brachte. Klar konnte man damit schneller fahren und es kam einen auch „sicher“ vor, allerdings war die Lenkung damals noch nicht bereit und abgestimmt für solche Reifen und Fahrmanöver was zu Folge hatte, dass die Zahl der Abflüge schnell zunahm. Erst nach der Weiterentwicklung der Lenksysteme und des Fahrwerks wurde der Radialreifen als „alltagstauglich“ und für „gut“ befunden. Der Durchbruch war geschaffen und die Entwicklung des schwarzen Goldes war kaum noch aufzuhalten, schlauchlose Reifen waren in greifbarer Nähe, Goodyear experimentierte mit Polyester als Verstärkermaterial und dann kam die Ölkrise. Jede Kriese scheint auch seinen Vorteil zu haben und so sah man die Rohstoffe aus einem anderen Blickwinkel. Versuche synthetisches Kautschuk zu produzieren und zu verarbeiten standen ganz oben auf der Liste was uns langsam zum Ziel brachte. In den achtziger Jahren wurden uns wunderbare Niederquerschnittreifen präsentiert, sportlich wirkten diese Reifen und machen dies heute noch, damit lösten sie gleich 2 große Probleme, mit einem Schlag waren Aquaplaning und der Rollwiderstand kaum mehr ein Thema. Im Laufe der letzten Jahre setzt man noch eins drauf, „runflat“ nennt sich dieses Zauberwort und wir sind in der Lage ohne Ersatzreifen auf Reisen zu gehen ohne sich Gedanken machen zu müssen, wie es nun weiter geht, wenn man sich einen Platten einfährt.
corvette Micheline-2
Viel mehr sind wir heute in der Lage uns einen Reifen auszuwählen der genau auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten ist. Ein wichtiges Bindeglied zwischen uns und dem Spaß den wir uns verschrieben haben. Den Begriff Spaß verwende ich an dieser Stelle gerne weil ich meinen „Klappscheinwerfer“ kaum im Alltag durch die Straßen der Stadt quäle sonder viel mehr den Vorteil eines „Roadtrip“ genieße. Die Qual der Wahl macht das ganze natürlich nicht leichter, das Internet auch nicht und ich möchte an dieser Stelle erwähnen dass es sich lohnt bei www.tirendo.at vorbei zu sehen, top Auswahl zu absolut fairen Preisen warten auf euch. Ich für meinen Teil hab viel an Reifen versucht und wer mich kennt, weiß wie ich dieses schwarze Gold beanspruche. Für mich ist das Thema Reifen ein entscheidendes beim Vergnügen und der Sicherheit auf unseren Straßen .
Euer: Duke

Written by Du Ke

Schreibe einen Kommentar