Padua im Herbst ist schon ein Traum aber in Verbindung mit der Auto E Moto wird so ein Wochenende, zu einem unvergesslichen.

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Der Flair Italiens und die wunderbare Altstadt ist es auf alle Fälle wert ein Wochenende zu opfern und mal die Seele so richtig baumeln zu lassen.
Genau das war unser Plan, wäre da nicht einmal im Jahr eine traumhafte Oldtimermesse und somit muss man ja den Termin so wählen, das man alles unter einen Hund bekommt.
Der Meinung waren wir, Micky Isa und ich, als wir im Weg nach Italien waren.
Natürlich stand als erstes der Besuch der Messe am Plan und schon auf der Suche nach einem Parkplatz kam mir die Größe des Geländes, naja…sagen wir groß vor.
Nach leichter Orientierungslosigkeit und Chaos in Kreisverkehren mit lächelnden Carabinieris hatten wir es geschafft, Alltagsklassiker und Klappscheinwerfer betreten die heiligen Hallen.
Als erstes, fiel uns mal buchstäblich die Lade runter.
Da warten 90 Tausend Quadratmeter an Ausstellungsfläche auf uns und so wie man das Gelände betritt, steht man in einem riesigen Teilemarkt, da kam mir die mahnende Stimme von Johannes in Erinnerung: lass den Teilemarkt links liegen und schau ihn dir zum Schluss an, sonst wird ein Tag nicht reichen.
Wer noch nicht dort war, kann sich kaum vorstellen wie recht Mr. Fink hat.

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Ich denke es müssten so an die 13 Hallen sein, die auf Besucher und Käufer warten, vollgestopft mit allem was das Herz eines Autoliebhabers zum Pochen bringen kann.
Natürlich ist alles sehr Italienisch angehaucht, einen Japse oder Ami wird man dort nur in sehr kleinen Stückzahlen antreffen, ich glaub von Japan waren gerade mal 4 Fahrzeuge vertreten und kein einziges hatte Klappscheinwerfer.
Wer Ferrari, Lamborghini oder Maserati bevorzugt, sollte sich vorher klar sein, dass dieser Besuch den Kreislauf stark beeinflussen könnte.
Da steht alles rum was richtig Geld kostet, du suchst einen Countach? Kein Problem, da standen so an die 15 Stück rum.
Einen 355 brauchst du gar nicht zu suchen, denen muss man schon aus dem Weg gehen, ebenso verhält es sich beim 308 oder 328er.
Micky und ich fragten uns nach wenigen Minuten ob das Geld abgeschaffen wurde.
Interessant wurde es für mich beim Stand vom Lamborghini Club Italia, da stand ein weißer Countach und ein grüner Miura hinter der Absperrung und irgendwie wollte ich da rein, die waren so perfekt das ich da nicht weg konnte und nach dem ich dort sabbernd an der Absperrung stand und der Eine der hinter der Absperrung war  mit 2 Jungs neben mir sprach, muss ihm wohl das Sabbern aufgefallen sein und er sah mich fragend an.
Das war meine Chance! Dachte ich und ich stammelte ihm was auf Englisch vor, ehe ich es fassen konnte, öffnete er die Absperrung und ich war drinnen. Er, war der Präsident des Clubs und der Countach war seiner, Andrea Nicoletto erzählte mir die Geschichte seines Countach und die des Miura neben und das ein Linzer bei ihm gewesen war der auch einen Miura fährt.
Der Umgang die Höflichkeit und der lockerer Flair ist unbeschreiblich, in unseren Breiten unvorstellbar aber wünschenswert.

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Als ich mich wieder unter Kontrolle hatte und den Lamborghini Stand verlassen musste, springt mir auch schon ein Porsche 924 Carrera GT ins Auge, die Frage ob Original oder nicht, braucht man sich bei dem Austeller und dem Fahrzeug gar nicht stellen.
Es ist wirklich egal um welche Ecke man in einer Halle schaut oder von wo man eine andere Halle betritt, es wird einem nie Langeweile überkommen und es wartet immer irgendwo ein Fahrzeug das man noch nie gesehen hat, das meist noch ohne Absperrung und frei zugänglich.
Im Freigelände wird scheinbar alles Verkauft und da wird gefeilscht und diskutiert was das Zeug hält, zwischen dem Geruch von Gegrilltem und Fisch mischt sich immer wieder ein Hauch von hochwertigem Sprit der gerade verbrannt wurde.
Die Sonne vollbrachte wirklich gute Arbeit und bei ca. 20 Grad lässt es sich dort schon ganz gut aushalten, da verdrängt man auch die aufkommende Müdigkeit und das brennen der Füße, naja wir hatten ja doch schon deutlich mehr als die Hälfte des Areals hinter uns und ein Ende war in Sicht, weit weg aber in Sicht.
Da man ab einer gewissen Zeit automatisch glaubt, alles gesehen zu haben und keine Überraschungen mehr erwartet wird man auch in Padua eines besseren belehrt.
Im Winkerl, ruhig und relativ einsam kommt eine Front zum Vorschein, wo du sofort weist, den siehst du nicht 2 mal und auf der Straße gar nicht.
Ein Werk vom großen Bertone, da steht wirklich ein X1/9 Prototyp der Runabout Barchetta.
Da bleibt dir gleich mal die Spucke weg, das Ding ist sowas von spacig, man kann auf Fotos gar nicht festhalten wie dieses Teil auf einen wirkt.
Der nette Italiener erklärte mir, das es vom Runabout Barchetta ein Stück gibt, dieses aber defekt sei und nicht mehr bewegt wird und dieser hier ein Nachbau des Originals sei und von einem 72 Jährigen Spengler im Zeitraum von 3 Jahren in Handarbeit aus Blech entstanden sein.

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Dieser Markt in Padua ist wirklich einer der schönsten, wenn nicht der Schönste den ich gesehen habe, es lebt alles vom Flair Italiens und nach dem wir die Träume aus Blech hinter uns hatten, quälten wir uns noch durch die heiligen Hallen der Ersatzteile.
Unbeschreiblich was dort alles zu finden ist, egal ob man eine Schlüsselanhänger aus den 60ern, einen Motor für seinen Abarth oder nur Blinker für einen Daytona sucht, man wird es dort finden, früher oder später am Abend.
Wir waren jedenfalls fertig, so fertig das wir die letzte Halle links liegen gelassen haben und nach ca. 8 bis 9 Stunden die Messe verlassen haben, uns auf das Hotelzimmer freuten um den entstandenen Schaden am Schuhwerk zu begutachten und die Füße mal hochlagern zu können.
Die Einschlafphase war durchzogen mit Eindrücken des Tages und diese werden wohl noch etwas länger anhalten.
Die Reise war es auf alle Fälle wert und jeder der mit dem Gedanken schon mal gespielt hat, dort mal runter zu stechen, so auf die Schnelle, der muss das einfach machen, es lässt sich in Wirklichkeit kaum beschreiben, man muss es schon mal selbst gesehen haben.
Padua mit ihrer wunderbaren Altstadt und diese Messe.
Euer Du Ke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Written by Du Ke

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