Chevrolet Corvette Sting Ray Coupé

Vom Cruiser zum Sportwagen entwickelte sich die 2. Generation der Corvette, hinter der C2 steckt mehr als man vermutet. Der Name „Sting Ray“ kommt nicht von irgendwo, wenn GM Designer Bill Mitchell Tiefseefischen geht und dabei eine Rochen an Land zieht, kann es schon geschehen dass dieser bei der Namensgebung eine Rolle spielt.

Corvette C2 Split Window

Mit der C2 endete die Ära der „Juke Box“ Designline.

Stark an die Aeronautik angeglichen mit klaren scharfen Kanten und einem geteilten Heckfenster wurde dieses Modell zu einem der begehrtesten unter den Corvetten. Diese Karosse wurde erstmals mit im Windkanal getestet, ein Meilenstein im Automobilbau. Technisch wurde der Rahmen komplett verstärkt um mehr Sicherheit im Fahrgastraum zu erzielen und das Fiberglas an der Karosse etwas dünner ausgeführt, damit das Mehrgewicht des Rahmens ausgeglichen werden konnte. Eine Einzelradaufhängung kam zum Einsatz mit einer Querblattfeder hinten, welche auch noch heute verbaut wird. Erstmalig in der Geschichte der Corvette wurden Klappscheinwerfer verbaut. Diese Klappscheinwerfer wurden bis in das Modell C5 eingebunden, über 40 Jahre begleitete dieser Charakterzug die Corvette, ehe sie den Plastik Scheinwerfern von heute weichen mussten.

Corvette C2 Split Window Cockpit

Sportler durch und durch.

Im Interieur spiegelte sich eine neue Welt wieder, eine Ansammlung von Rundinstrumenten empfing den Fahrer. Tacho, Drehzahlmesser, Öl und Wassertemperatur, Batteriespannung und Tankanzeige waren schön ordentlich im Armaturenbrett positioniert, ein Radio wurde senkrecht in die Mittelkonsole verbaut und ein etwas geräumigeres Handschuhfach wurde integriert. Hinter den Sitzen war erstmals Platz für leichtes Gepäck. Unter der Haube mit den funktionslosen Luftschlitzen fand ein netter 5.4 Liter V8 einen neuen Arbeitsplatz. Nett ist aber auch der kleine Bruder von „Gemein“, denn bis zu 360 PS wurden aus dem Motor gezaubert und diese konnten die Hinterräder ganz schön ins Schwitzen bringen. Der Motor wanderte etwas mehr nach hinten um der Gewichtsbalance Hilfe zu leisten und ein anfangs verbautes Powerglide-Automatikgetriebe mit 2 Gängen war mehr als ausreichend für amerikanische Verhältnisse.

Corvette C2 Split Window back

Das geteilte Heckfenster.

Diese unverwechselbare Optik wurde nur 1963 gebaut. Chefingenieur Zora Arkus Duntov war wenig begeistert vom geteilten Fenster, da dieses die Sicht nach hinten schmälert und so wurde das von Mitchell entworfene Fenster 1964 durch eine durchgehende Scheibe ersetzt. Form und Funktion sind und waren immer ein Problem im Automobilbau. Die C2 aus 1963 zählt für mich zu eine der schönsten Corvetten überhaupt. So ein Modell bei der Stainz Klassik zu sehen, war schon eine Freude. Zum Glück gibt es Oldtimer Klubs wie den STOGC, dieser macht es möglich solche Seltenheiten im „Showroom“ Zustand auf unsere Straßen zu locken. Blattfeder hin, Trommelbremse her, mit der Corvette C2 wurde eine Ikone geschaffen, eine Ikone wie sie kaum ihres gleichen findet.

Euer: Duke

Written by Du Ke

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