Frühlingserwachen für den Toyota Supra MK3

Im Haus oder im Garten Frühjahrsputz zu halten ist durchaus üblich, aber auch ein Wagen sollte im Frühjahr zu neuem Leben erwachen. Insbesondere wenn es sich um einen Old- oder Youngtimer oder um einen Sportwagen wie den Toyota Supra MK3 handelt, denn in der Regel stehen diese Fahrzeuge manchmal bis zu einem halben Jahr nur in der Garage. Wenn die Temperaturen milder werden, ist es an der Zeit dem geliebten Gefährten einen “Überholvorgang” zu gönnen, ihr das Frühlingserwachen erleben zu lassen.
Toyota Supra MK3
Wasser und Seife gehört immer als erstes dazu
Auch wenn eine Supra MK3 im Winter nicht oder nur wenig bewegt wurde, gehören zum Auswintern eine Wäsche und eventuell auch eine Politur dazu. Dann geht es ans Eingemachte, wie sieht es mit der Beleuchtung aus: sind alle Lampen intakt? Spätestens jetzt wird ein Autobesitzer bemerken, ob die Batterie noch hält was sie verspricht. Wie sieht es mit den Sicherungen aus? Funktionieren alle elektrischen Anlagen? Es lohnt sich ebenfalls, auch einen Blick auf das Öl zu werfen, ist überhaupt noch genügend vorhanden und wie ist die Beschaffenheit, vielleicht ist es an der Zeit mal wieder einen Ölwechsel durch zu führen. Bei einem Ölwechsel wird auch gleichzeitig der Ölfilter erneuert.
Toyota Supra MK3 Motor
Worauf noch zu achten ist
Nach einer längeren Standzeit muss auf jeden Fall auch der Luftdruck der Reifen bei der Supra MK3 geprüft und gegebenenfalls Luft nachgefüllt werden. Aber die Profiltiefe der Reifen verdient ebenfalls beachtet zu werden: wie sieht es beispielsweise aus mit dem Alter der Reifen? Gerade bei einem Fahrzeug, das nur zu besonderen Gelegenheiten bewegt wird, kann es sein, dass die Reifen noch ausreichend Profiltiefe besitzen, allerdings schon überaltert sind. Spätestens nach sechs bis sieben Jahren verlieren sie Elastizität und können brüchig werden. Dass Flüssigkeiten wie Kühlwasser oder Scheibenwischwasser aufgefüllt oder ausgetauscht werden müssen versteht sich von selbst.
Toyota Supra MK3 Scheinwerfer
Auch wenn diese Toyota Supra MK3 im Winter in der Garage steht sollte immer Frostschutzmittel hinzugegeben werden. Alle Teile, die für die Auswinterung des Wagens benötigt werden, bezieht der Wagenbesitzer am besten über den Fachhandel wie bei Pkwteile.at. Wie sieht es mit den Bremsen aus, greifen diese noch oder müssen die Beläge erneuert werden? Manchmal ist es auch nötig, gleich die Bremsscheiben oder auch den Bremssattel mit zu wechseln. In dem Fall muss auch die Bremsflüssigkeit neu aufgefüllt werden. Zum Schluss noch einen Blick in den Innenraum werfen und hier noch sauber machen. Dann steht dem Fahrvergnügen bei den ersten Sonnenstrahlen nichts mehr im Wege!
Toyota Supra MK3 Armaturenbrett

Euer: Duke

Rotkopf aus Italien – Ferrari Testarossa

Stichwort: Pininfarina.

1984 zaubert der Karosseriekünstler ein neues Kleid auf den Ferrari 512BB. Die Plattform des Testarossa wurde vom 512BB übernommen und nachdem in den 1980 Jahren bekanntlich eckig das neue Modern war, wurde an Ecken und Kanten nicht gespart. An Leistung und Hubraum auch nicht. Die Namensgebung war einfach, wie seine Vorgänger, hatte auch dieser rote Ventildeckel, wenn auch erstmalig der Motor hinten platz nahm. Der Keil wurde hintenrum auch richtig breit. Die Spurweite am Heck überschritt die der Vorderachse um 11,5 cm. Die Kühlluft-Stege an den Seiten erinnern stark an das Bedürfnis eine Jalousie kaufen zu müssen. Dennoch war es genau das was die 1980 Jahre ausmacht, Gemballa ging mit diesem Design am damals aktuellen Porsche 911 auch nicht gerade zimperlich um.

Ferrari Testarossa

Allerdings erfüllen diese Kühlluft-Stege einen angenehmen Nebeneffekt. Der Fahrtwind wird an den Flanken des Fahrzeuges angehoben, somit wurde ein Heckspoiler überflüssig. Natürlich waren diese Stege nicht nur einer aerodynamischen und optischen Funktion angedacht, hinter den Stegen waren Kühler verbaut um den Hitzkopf nicht zum überkochen zu bringen.

Deckel drauf und gut ist´s.

Eine kleine stehende Scheibe, schon beinahe ein Schlitz trennt den Fahrer von der Außenwelt wenn er mal in den Spiegel sieht. Zur Seite wird man beim Blick nach hinten nicht viel erkennen, die 2 Stege welche die C-Säule optisch verlängern nehmen dir komplett die Sicht. Dafür sieht man aber eine nette Erhöhung umrandet von einem Gitter das für etwas Abluft sorgen soll unter dem der italienische 12-Zylinder seine Arbeit verrichten darf. 390 PS aus 4,943 Liter Hubraum und 490 Nm wurden auf die Straße losgelassen. Ein Garant für Geschwindigkeit und die richtige Dosis Musik im Gehörgang. 290+ Km/H versprach Ferrari mit dieser Kombination aus Aerodynamik und V12 Mittelmotor. Das Fahrwerk war damals mehr als angepasst und so bleib kaum ein Wunsch offen in dieser Klasse der Sportwagen. Schraubenfedern, Dreiecksquerlenker rund um Einzelradaufhängung versteht sich von selbst, die 16 Zoll Bereifung in 225/50 und 255/50 VR 16 war damals alles andere als die Norm. Das schwarze Gold war zu dieser Zeit richtig teuer und schwer zu beschaffen.

Ferrari Testarossa back side

Heute.

Heute wird der Testarossa als “günstig” eingestuft. 7249 Stück wurden vom “Rotkopf” verkauft, was den Seltenheitswert nicht gerade fördert. Die Unterhalskosten sind, naja das darf jeder selbst beurteilen. Eine große Motorrevision beginnt bei 25.000.- Euro, ein Wasserpumpentausch im Vergleich kostet nur 3.500.- Euro. Der Beschaffungswert von gut 50.000.- Euro für einen gepflegten Testarossa hingegen, erscheint wirklich “günstig”. Die Ersatzteile sind gut verfügbar, was die Technik betrifft. Wenn der dann auch noch weiß ist, hat man ein Stück Hollywood in seiner Garage stehen. Der Scharm und die Kultur italienischer Sportwagen wurde mit dem Testarossa perfekt überliefert. Der Testarossa ist für mich ein Zeitzeuge und Inbegriff des 80er Jahre Kult.

Euer: Duke

Schwelgen in Erinnerungen an den Mazda RX7SA

Am schönsten ist es, unter Gleichgesinnten

über die vergangenen Tage zu plaudern. Christian ein guter Freund und Wegbegleiter der letzten 20 Jahre bat mich am Telefon, ihn schnell besuchen zu kommen. Vorweg hat mir Christian eines Tages von seiner großen Leidenschaft seines damaligen RX7 erzählt. Mit einem breitem Lächeln im Gesicht und scheinbar wieder 20 Jahre jung, kommt Chris aus dem Schwärmen gar nicht raus. Dabei war es in den 1980 Jahren nicht immer einfach mit japanischen Autos in Österreich. Am Stammtisch wusste jeder mehr über die *Reisschüsseln* als der Besitzer eines solchen Fahrzeuges.

Mazda RX7 SA 1-2

Der Mazda RX7.

“Das war schon was! Einen zweiten hat man bei uns in Kärnten nie gesehen. Das Auto war der Hammer, wie der damals auf der Straße klebte. Da hatte ich richtig Spaß am fahren.” Im Gespräch zog Chris ein paar Fotos aus seiner Tasche, Fotos die über 30 Jahre alt sind und Christian stolz neben dem RX7 zeigen. Christian hatte mir Wochen zu vor angedeutet, er hätte vielleicht noch Fotos von dem Auto.

Mazda RX7 SA 2-2

20 Jahre Japaner.

Die Qualität des Mazda RX7 hat Christian völlig überzeugt, die Fahreigenschaften ebenso und so kam es dass er beinahe 20 Jahre lang des Marke Mazda treu blieb. Das Ende der Serie bildete ein MX3 V6. Heute würde Christian sofort wieder einen RX7 kaufen, hätte er die nötigen Fähigkeiten sich um die Technik des Autos zu kümmern. Leichte Wehmut dass Christian dieses Auto verkauft hat, lässt sich nicht ganz leugnen. Die Erinnerungen an die kleinen ( Vergleichsfahrten ) mit der Konkurrenz aus der Nachbarschaft entlocken ihm heute noch ein Lächeln.

Mazda RX7 SA 3-2

Drehzahlorgien.

“Der Motor drehte so hoch, das hatte ich nie wieder. Der Wankel war ein Abenteuer, man glaubte in einem Rennwagen zu sitzen.” Ich finde es sehr toll über solche Zeiten zu plaudern. Dabei werden Erinnerungen geweckt, die man längst ganz weit nach hinten verlegt hatte. Der japanische Flachmann hat tiefe Eindrücke bei Christian hinterlassen. Ich denke dass einige von uns ein Fahrzeug besessen haben, welches einen ähnlich ins Schwärmen bringt wie Christian sein Mazda RX7.

Euer: Duke