De Tomaso Pantera GT5

Italian Musclecar, oder doch nicht?

Beim Pantera scheinen sich die Meinungen über Italien Muscle stark zu unterscheiden.
Wo die Fangemeinde stolz hinter dem De Tomaso steht, rufen seine Kontrahenten deutlich ” Nein “. Der Pantera sei unwürdig und unrein, sein Herz stammt von Ford USA und somit ist und wird es nie ein ( Italian Muscle Car ). Mann könnte jetzt frech werden und sagen: na dann ist er halt ein Hybrid. Hybrid deswegen, weil sich amerikanische Technik unter dem hübschen italienischen Kleid geschummelt hat. Ein Ford V8 verrichtet seine Arbeit im Pantera, gleich hinter dem Fahrer und Beifahrersitzt warteten bis zu 350 Pferde darauf losgelassen zu werden, denn Stillstand, war eine weniger gute Option für das Pantera Paket.
De Tomaso Pantera
Stillstand, war mit einer Sauna zu vergleichen, der Italiener verwandelte sich schnell in eine Brutmaschine, was anfangs auch Probleme mit dem amerikanischen Herz hervorbrachte. Später wurde alles gut/besser, die Problematik eines Mittel oder Heckmotors war ja nicht nur bei De Tomaso bekannt. Die Hitzeentwicklung ist bis heute noch ein Problem und man liest immer wieder von spontaner ( Selbstentzündung ) teurer italienischer Sportwagen. Die Idee einen Sportwagen im italienischen Design und einem amerikanischen Motor zu bauen ist nicht nur bei De Tomaso zu finden, Gordon Keeble, Bizzarrini und Iso Grifo bedienten sich dieser Triebwerke aus den Staaten.
De Tomaso Pantera

Einzigartig

und unverwechselbar ist ein De Tomaso Pantera und genau so wirkt er auf seine Umwelt.
Wenn das Triebwerk zum Leben erweckt wird, drehen sich die Köpfe in die Richtung der Diva. Wild, extrem breit und tief liegt der GT5 auf der Straße, von vorne ist er schon beeindruckend genug um Respekt vor dem italienischen Keil zu haben, das Heck allerdings mit gutem Einblick auf Fahrwerk und Reifen, entlocken meist ein erstauntes Lächeln aus den Passanten, ja so viel Gummi gibt es nicht alle Tage zu sehen.
De Tomaso Pantera 4-2
Diese Gummis hatten auch ganz schön was zu bewältigen, von 5,5 sec. auf Tempo 100 ist die Rede und das war in den 1980er Jahren schon eine deutliche Kampfansage. Italian Muscle hin oder her. Gute 450 Nm. lieferte der Ford an die Hinterachse, geschalten von Hand in einem wirklich feinem Cockpit wurde man damals auf über 230 Km/h. befördert, dazu ergibt sich immer wieder der selbe Gedanke, wissen wir eigentlich noch wie schnell 240 Km/h. sind? In heutigen Fahrzeugen wird einem jeglicher Sinn für Geschwindigkeit genommen, der Spaßfaktor gleich mit. Der De Tomaso Pantera ist bei weitem nicht perfekt und bestimmt nicht billig, dafür ist er ein Zeitzeuge der 80er Jahre mit einer Überzeugungskraft wie man sie kaum noch findet.
De Tomaso Pantera

Euer: Duke

Lamborghini Countach PS Show Wels 2014

Klappscheinwerfer waren bei der PS Show in Wels Mangelware.
In der Halle der Motorsportabteilung fand sich doch noch etwas für uns.
Ein Stier in Rot, es ist immer wieder beeindruckend wie diese alten Lamborghinis in der Menge auffallen.

Lamborghini Countach
Lamborghini Countach
Lamborghini Countach
Lamborghini Countach
Lamborghini Countach
Lamborghini Countach
Lamborghini Countach

Euer: Duke

Autodelta Alfa Romeo Montreal

Gruppe 4 Rennwagen.

Einer von 2 gebauten Fahrzeugen weltweit, das ist  dieser Montreal.
Dirk Schumann ist der glückliche Besitzer dieses historischen Fahrzeuges und er war es auch der über diesen Bericht  auf sein Auto aufmerksam wurde.

Autodelta Alfa Romeo Montreal

Dirk erfreute sich ein Paar nette Zeilen über den Montreal zu lesen und fütterte mich zugleich mit Informationen die mir bis zu diesem Zeitpunkt völlig unbekannt waren.
Dieser Montreal ist einer von 2 gebauten Rennfahrzeugen aus dem Hause Autodelta.
In den Staaten war es an der Zeit ein neues Fahrzeug auf die Rennstrecke zu bringen, Datsun stieg 1972 in die Rennserie ein und das mit einem Budget von 1 Million Dollar.
Dass war das Ende für den bis damals im Renneinsatz verwendeten GTA. Es soll nach einem Mittagessen mit Autodelta und Bob Cozza in Mailand gewesen sein, als Bob und der italienische Rennfahrer Teodoro Zeccoli in einem Montral an der Ampel zum stehen kamen, als Teodoro zu Bob meinte: ” und warum bauen wir nicht aus dem Montreal ein Rennauto? ” und so sollte es dann auch sein.
Das Bobcar Racing Team war in der Entwicklung und den Bau dieses Fahrzeuges integriert um diesen Montreal auf die Strecke zu bringen, der den IMSA Regeln entspricht.
Nicht gerade das einfachste Projekt, aber immerhin ein Projekt das auch umgesetzt wurde.

Autodelta Alfa Romeo Montreal3

Das Fahrwerk wurde überarbeitet, Komponenten aus bewährten Rennserien wurden verbaut, die Karosserie musste breiter und das Fahrzeug leichter werden, der Motor wurde vom Tipo 33/3 eingesetzt und dieser leistete damals schon gute 370 Ps. Damit hatten die 38cm breiten Hinterräder schon mal Arbeit. Ungefiltert ging es damals vom Motor über 2 Auspuffrohre ins Freie und wie das bei 9 tausend Umdrehungen klingt, kann man sich heute kaum mehr vorstellen.

1973 wurde es ernst.

Die Saison begann und die beiden Montreals waren am Start.
Bobcar Racing in den Staaten und Dirks Montreal ging mit Dieter Gleich und Jörg Weidinger an den Start. Spa 1000km, Nürburgring 1000km, Watkins Glen 6 std, Road America, Hockenheim Euro Gt, Mainz, Zolder nichts wurde ausgelassen und so waren die beiden Montreal bis 1975 im Einsatz.
Dirk Schumann, Chef der Firma Lucky Racing hat sich diesen Montreal zum Projekt gemacht und bestreitet damit das ein oder andere Historische Rennen.
Es ist wieder mal ein tolles Beispiel das man solche Zeitzeugen nicht im Museum verstauben lassen muss. Ein Beispiel das sich bestimmt nicht jeder leisten kann, aber ein schönes um zu sehen wie man damals Rennen fuhr und wirklich Spaß an der Sache hat.

Autodelta Alfa Romeo Montreal 2

Ich bedanke mich bei DIrk für die netten und lobenden Worte über die Klappscheinwerfer Seite, die netten Gespräche über das Benzin im Blut und die Info über dieses Fahrzeug. Wir werden 2015 die Köpfe zusammenstecken und eine feine Story auf (asphalt-geschichten) schreiben. Feedback ist der Lohn des Bloggers, positives Feedback ist der Treibstoff und die Motivation die uns antreibt.

Besten Dank: Duke